Dienstag, 28. September 2010

Nach ganz oben!

Crazy, crazy India, was verdrehst du mir doch den Kopf! Und nun verlasse ich dich fuer drei Wochen! Es ist entschieden, endgueltig, unumstoesslich, final! It's like a once in a lifetime chance: Das Dach der Welt - Das Himalaya! Zwei, drei Reisetage werden wir vielleicht brauchen, um den Trekkinghimmel, um Kathmandu zu erreichen. Ich kann euch nicht sagen, wie sehr die Vorfreude schon heiss durch meine Adern schiesst. Alles fuer diesen einen Moment, auf ueber 5000m Hoehe mit freiem Blick auf den Mount Everest. Das koennte, nein, das wird das groesste Abenteuer meines Lebens, ein gigantisches Spektakel der Naturgewalten. Edoardo hat diese Idee in meinen Kopf eingepflanzt. Es war sein Lonely Planet mit 30 Treks durch Nepal, den ich gestern Abend verschlungen habe. Jetzt ist mir klar: Es gibt keinen besseren Ort auf dieser Welt, um die Berge zu erleben. Ich ueberspringe die mickrigen Alpen und gehe direkt dorthin, wo alle Superlative gesprengt werden. Nicht fuer das Risiko - keine Kletteraktionen! - sondern fuer das ultimative Erlebnis, die Freiheit, das Abenteuer! Das Fieber hat mich gepackt! Am Sonntag gehts los und es ist noch so viel vorzubereiten, denn ich habe natuerlich fast nichts dabei. Und auf einen indischen Ratschlage moechte ich mich dann doch nicht verlassen: Plane nichts, sondern sei selbstbewusst! Denn wer anfaengt zu planen, der zeigt Schwaeche. Und wer schwach ist, der macht Fehler! Irgendwie kommt mir dieses Prinzip bekannt vor, scheint ein weit verbereitetes, indisches Lebensmotto zu sein. Wer wundert sich da noch ueber die katastrophale Organisation der CommonwealthGames. Fuer mich jedenfalls ein Grund mehr abzuhauen, um diesem Chaos zu entrinnen.

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